Du würdest uns fehlen, wenn du in deinem Leben weiter fehlst.

Mal angenommen, deine beste Freundin sagt von sich selbst, dass sie unzufrieden mit sich sei. Ihr strenges Ich meine, sie nasche zu viel, was sich figürlich bereits zeige und ihr ehrgeiziges Ich erkläre, dass sie um jeden Preis dem vielen Stress und den hohen Anforderungen im Job stand halten müsse und sie dem nichts anders entgegenzusetzen wisse. Ihr kritisches Ich stelle dabei schon länger die Frage in den Raum, ob sie ihre Aufgaben überhaupt noch zufriedenstellend erledige – bei all dem, was sie unter einen Hut zu bekommen habe. Das könne die Realistin in ihr jedoch auch nicht genau sagen, denn Kunden, Kollegen und Partner / Chefs verlangen ihr viel ab: Überstunden, schwarze Zahlen und Weiterbildung statt Freizeit.

Dabei steht es noch viel schlechter um sie, wenn sie sich selbst das Offensichtliche daran eingestehen würde, nämlich, dass sie von jemand ganz anderem angetrieben wird, der sie dazu zwingt 110% zu geben, einfach perfekt zu sein und sich dabei bitte niemandem zuzumuten. Ja, sie treibt sich selbst an, wirst du dir jetzt denken. Die Grundlage für den Kunden, die Kollegen und den Chef, um sich wiederum ihr ganz ungeniert zuzumuten. Sicherlich erkennst du gerade, dass ein Teil des Problems damit zusammen hängt, dass deine Freundin nicht gut Nein sagen kann und somit versucht, es allen Recht zu machen. Und dabei eine Person vergisst: Sich selbst.

Würde sie dir, als ihre wirklich gute Freundin, nun anvertrauen, dass sie sich nicht mehr fühlen kann, was würdest du ihr wohl raten?

Ich erzähle dir, was ich ihr als Coach vielleicht sagen würde. Ich würde ihr zu aller erst eine kleine gelbe Kugel aus Knetmasse zeigen, mit den Worten: „Ich versuche mir vorzustellen, worin dein Gefühl, dich selbst nicht mehr fühlen zu können, im Detail liegt. Nehmen wir einmal an, dass diese gelbe Knetkugel deine Bedürfnisse und Vorstellungen darstellt und nehmen wir jetzt einmal an, diese zweite blaue Kugel, die deines Chefs. Er hat einen gewissen Einfluss auf dich, oder? (Ich vermische jetzt die beiden Knetkugeln) Jetzt nehmen wir noch deinen wichtigsten Kunden mit hinein. Und natürlich auch deinen Liebsten (jetzt wäre der Moment, wo ich weitere bunte Knetkugeln hinzufüge). Dann sind da aber noch die Kinder, die Freunde und deine Mutter, die auch möchten, dass du so oder so bist. (Weitere Knete in verschiedenen Farben sorgen dafür, dass die gelbe Knete mehr und mehr verschwindet) Also, wenn ich mir die Kugel so anschaue, meine Liebe, dann wundert es mich nicht, dass du dich nicht fühlen kannst. Du scheinst gar nicht mehr da zu sein! Man sieht dich ja nicht einmal mehr! Was meinst du?“

Ja, was meint deine Freundin wohl dazu? Sicherlich wäre ihre Antwort etwas wie: „Da fehlen mir ehrlich gesagt die Worte.“

Dir sicherlich auch. 

Und somit weißt du, dass es da nur eins gibt: Du lässt deine Freundin jetzt die Knetstücke in den verschiedenen Farben herauspulen, bis die gelbe Knete, bis sie, wieder ganz zu sehen ist.

Das geht doch gar nicht? Das schafft sie nie?

Das stimmt, ich glaube auch nicht, dass das so auf die Schnelle möglich ist. Vielleicht braucht es Zeit um herauszufinden, was ihr wichtig ist, und was nicht. Dass sie ihre eigenen Bedürfnisse, ihre Ideen und Vorstellungen kennen lernen und respektieren lernen muss. Ihr das zu sagen, ist herausfordernd, ich weiß, ebenso, wie es in die Tat umzusetzen. Es kann aber auch aufregend sein. Wie bei einem Rätsel. Das ist auch nur so lange herausfordernd, bis es gelöst wurde. 

Und nun stell dir einmal vor, auch du hättest einen Teil in dir, der „deine beste Freundin“ heisst.

Wenn du dir deinen eigenen Knetkneul in deinen Händen vorstellst: Könntest DU denn noch an schlechten Tagen deine eigene Leuchtkraft darin sehen?

Nein?

Was würdet du dir jetzt raten?

Femolution – Business Coaching für Frauen in Frankfurt am Main

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.